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compadre gringo 0:10:26 2008 Lieve Vanderschaeve copyright 2008 LVDS
compadre gringo: Fremder Freund, Griechischer Kamerad... (Gringo: ein Ausländer, der eine für die lokale Bevölkerung unverständliche Sprache spricht. Gringo leitet sich etymologisch vom Spanischen griego (Grieche) ab, da Griechisch früher das sprichwörtliche Beispiel einer unverständlichen Sprache war.)
“...Es befand sich in einer Welt voll kauernder Wesen, ohne zu wissen, dass er selbst das Wesen war[...] vielleicht träumte es nur, auch wenn er nicht wusste, was Traum war und was Wirklichkeit...”* *(Ausschnitt aus: 1985 Dürrenmatt , Minotaurus, eine Ballade)
In compadre gringo ist der Minotaurus nicht mehr das einsame, im Labyrinth eingesperrte Zwitterwesen aus der Legende. Er weiß was er will, weiß sich zu beschäftigen. In seiner Lebwelt, das Labyrinth, findet er Nischen die Zugang zu jeglicher erträumte Welt geben. Eine dieser Bogennischen öffnet den Weg in einem kleinen Karavan, irgendwo an einem See in einer Neue Welt. Da trifft Minotaurus auf Mooseman, ein einfaches Naturwesen, ein Künstler der sich mit simplen Dingen, die er in den Wäldern findet, auseinandersetzt. Er fährt ein riesengrosses Motorhome, das er nur benützt um seinen Bildern und Skulpturen aus zu stellen. Der Minotaurus, Altgrieche aus dem Abendland, schleppt eine lange, nuanzierte, komplexe Geschichte mit sich herum. Die beiden Freunde starten eine bereichende, aber auch gefährlich explosive Beziehung...
compadre gringo handelt über unsere ewige Suche nach Gesellschaft, Freundschaft und die Ungleichheit unter Gleichen.
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